Sportküstenschifferschein (SKS)

Allgemeine Informationen

  • Empfohlener amtlicher Führerschein für Führer von Yachten und Traditionsschiffen im Küstengewässer bis zu 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste.
  • Der Sportküstenschifferschein (SKS) kann "unter Motor" oder "unter Segel und Motor" erworben werden und wird von den meisten Vercharterern als Befähigungsnachweis verlangt.
  • Der SKS ist international gültig und wird in allen Ländern anerkannt.
  • Geltungsbereich: Küstengewässer bis zu 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste.

Voraussetzungen

  • Mindestalter: 16 Jahre
  • Besitz Sportbootführerschein See (unbeglaubigte Kopie)
  • Nachweis von mindestens 300 sm auf Segelyachten (für den SKS-Schein unter Antriebsmaschine und unter Segel) oder auf Motoryachten (für den SKS-Schein unter Antriebsmaschine). Der Seemeilennachweis muss erst zur praktischen Prüfung erbracht werden (z.B. nach einem Ausbildungstörn).
  • 1 Passbild (35x45mm, siehe  Bundesdruckerei) mit Namen versehen

Prüfung

  • Das Prüfungsverfahren und die Prüfungsinhalte sind in der Sportseeschifferschein-Verordnung und den Durchführungsrichtlinien Sportküstenschifferschein geregelt. Mit der Erteilung von Sportküstenschifferscheinen sind der Deutsche Motoryachtverband (DMYV) und der Deutsche Segler-Verband (DSV) beauftragt.
  • Die Prüfung zum Erwerb des Sportküstenschifferscheines besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Prüfungsteil.
  • Die theoretische Prüfung besteht aus zwei Prüfungsteilen:
    • Fragenkatalog mit 30 Fragen aus den Bereichen Navigation, Rechtskunde, Wetterkunde und Seemannschaft
    • Karten- und Gezeitenaufgabe
  • Für den Prüfungsteil "Kartenaufgabe" sind folgende Hilfsmittel mitzubringen:
    • Begleitheft für die Kartenaufgaben im Fach Navigation für den SKS (Ausgabe 2013)
    • Übungskarte D49 (INT 1463), Stand 2011, XII - Nordsee: Mündungen der Jade, Weser und Elbe
    • Zirkel und Kursdreiecke
    • Daneben sind die Karte 1/INT 1 (Zeichen, Abkürzungen Begriffe in deutschen Seekarten) und ein nicht programmierbarer Taschenrechner zugelassen. Zugelassen sind auch fertige Kurs- oder Gezeitenumrechnungsschemata.
  • Die beiden theoretischen Prüfungsteile können zu verschiedenen Zeitpunkten (die zusammen mit der praktischen Prüfung nicht mehr als 24 Monate auseinander liegen dürfen) erfolgen.
  • Die Praxisprüfung muss an einem Seehafen (Nord-, Ostsee, Mittelmeer oder Atlantik) abgelegt werden. Wir empfehlen hierfür einen Ausbildungstörn unter Leitung eines fachkundigen Skippers über einen unserer Partner Stuis Törns oder Schoenicke Skipperteam Ostsee, Nordsee).
  • Beide Teilprüfungen - Theorie und Praxis - müssen innerhalb von 24 Monaten abgelegt werden.
  • In der praktischen Prüfung müssen die theoretischen Kenntnisse über das Führen einer Yacht in Küstengewässern umgesetzt und angewendet werden. Im Einzelnen werden gefordert:

    • Pflichtaufgaben
      • Rettungsmanöver unter Segel
      • Rettungsmanöver mit Maschinenantrieb
      Beide Pflichtaufgaben müssen mindestens im zweiten Versuch mit ausreichendem Ergebnis ausgeführt werden.
    • Sonstige Aufgaben
      • Seemannschaft/Fertigkeiten
        Prüfung der Seetüchtigkeit einer Yacht einschlich der Sicherheitsausrüstung und deren Handhabung, Anwenden von Leinen beim An- und Ablegen, sicherer Umgang mit Tauwerk
      • Wetterkunde
        Ablesen der Wetterinstrumente Thermometer und Barometer, Beurteilen der Wetterlage und –entwicklung am Ort und zum Zeitpunkt der Prüfung
      • Navigation
        Bestimmung von Kursen und des Schiffsortes unter Anwendung der terrestrischen und elektronischen Navigation, Arbeiten mit dem Steuerkompass und/oder Handpeilkompass
      • Motor, elektrische Anlage und Gasanlage
        Kontrolle und Starten, Bedienung, Störungen
      • Seemannschaft/Manöver
        Mit Antriebsmaschine: An- und/oder Ablegen, Drehen und/oder Aufstoppen auf engem Raum, Vorbereitung der Yacht für das Ein- und Auslaufen, Steuern nach Kompass und festen Seezeichen/Landmarken, Durchführen eines Ankermanövers
        Unter Segel: Steuern nach Kompass und festen Seezeichen/Landmarken, Segelsetzen/Segelbergen in Fahrt, Einreffen und/oder Ausreffen in Fahrt, Beidrehen und/oder Aufschießer fahren, Wenden und/oder Halsen, Steuern verschiedener Kurse zum Wind
      Von den "Sonstigen Aufgaben" müssen von maximal fünf mindestens drei im zweiten Versuch mit ausreichendem Ergebnis ausgeführt werden.

Weitere Informationen

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