Sportbootführerschein See (SBF See)

Allgemeine Informationen

  • International gültiger Führerschein für Sportboote mit Antriebsmaschine.
  • Für das Befahren der Seeschifffahrtsstraßen der Bundesrepublik Deutschland mit einem Sportboot mit Antriebsmaschine von mehr als 11,03 kW (15 PS) schreibt der Bundesminister für Verkehr den Sportbootführerschein See (SBF See) vor.
  • Der SBF See ist international gültig und wird in allen Ländern anerkannt.
  • Sportboote sind Wasserfahrzeuge, die Sport- und Erholungszwecken dienen, sofern sie nicht gewerbsmäßig eingesetzt werden. Eine Begrenzung in der PS-Stärke bzw. Bootslänge besteht nicht.

Voraussetzungen

  • Mindestens 16 Jahre, bzw. 15 Jahre + 9 Monate alt am Tage der Prüfung beim SBF See
  • Ärztliches Attest
  • 1 Passbild (35x45mm, siehe  Bundesdruckerei) mit Namen versehen
  • eine unbeglaubigte Kopie des Kfz-Führerscheins oder ein polizeiliches Führungszeugnis für Behördenzwecke (0).
  • ggf. Kopie des Sportbootführerschein Binnen
  • Bei Jugendlichen unter 18 Jahren kein Führungszeugnis, sondern eine unbeglaubigte Einverständniserklärung des/der gesetzlichen Vertreters.

Prüfungsgebühren

Die Prüfungsgebühr setzt sich aus einer Gebühr für die Anmeldung, für die theoretische und praktische Prüfung unter Motor sowie die Ausstellung des Führerscheins zusammen. Dazu die Mehrwertsteuer, nach Aufwand die jeweiligen Kosten für die Bereitstellung der Prüfungsräume und Reisekosten der Prüfer.

Prüfungsablauf Theorieprüfung

  • Gegenstand der theoretischen Prüfung ist der Fragenkatalog, der aus 72 Basisfragen, 213 spezifischen Fragen See und 15 Navigationsfragen besteht. Aus diesem Fragenkatalog werden 15 Fragebogen erstellt. Jeder Fragebogen enthält 7 Basisfragen, 23 spezifische Fragen See und eine Navigationsaufgabe, die aus 9 zusammenhängenden Fragen besteht. Zur Beantwortung der im Antwort-Auswahl-Verfahren gestellten Basis- und spezifischen Fragen See muss der Bewerber aus jeweils vier Antwortvorschlägen eine Antwort durch Ankreuzen auswählen. Von den vier Antwortvorschlägen ist jeweils nur ein Antwortvorschlag richtig. Für jede richtig ausgewählte Antwort erhält der Bewerber einen Punkt. Die 9 Fragen der Navigationsaufgabe muss der Bewerber schriftlich beantworten. Der Bewerber erhält für jede richtige Antwort einen Punkt. Inhaber des Sportbootführerschein Binnen unter Antriebsmaschine sind von der Beantwortung der 7 Basisfragen befreit.
  • Jedem Bewerber ist ein Fragebogen vorzulegen, welcher in einem Zeitraum von 60 Minuten bearbeitet werden muss. Bewerber, die als Inhaber des Sportbootführerscheins-Binnen unter Antriebsmaschine von der Beantwortung der 7 Basisfragen befreit sind, müssen den Fragebogen in einem Zeitraum von 50 Minuten bearbeiten. Unerlaubte Hilfsmittel, wie z. B. Nachschlagewerke, auch elektronischer Art, dürfen bei der Beantwortung der Fragen nicht benutzt werden.
  • Die Prüfung gilt als bestanden, wenn der Bewerber mit der Beantwortung der Basisfragen und der spezifischen Fragen See mindestens 24 Punkte und mit der Beantwortung der Navigationsaufgabe mindestens 7 Punkte erreicht hat. Für Bewerber, die als Inhaber des Sportbootführerscheins-Binnen unter Antriebsmaschine von der Beantwortung der 7 Basisfragen befreit sind, gilt die Prüfung als bestanden, wenn sie mit der Beantwortung der spezifischen Fragen See mindestens 18 Punkte und mit der Beantwortung der Navigationsaufgabe mindestens 7 erreicht haben.
  • Eine mündliche Prüfung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Zu diesen Ausnahmefällen zählen eine Legasthenie oder nicht ausreichende Deutschkenntnisse, was durch die Vorlage geeigneter Unterlagen wie Atteste, ärztliche Bescheinigungen, Schulzeugnisse oder Gutachten glaubhaft gemacht werden muss. Die mündliche Prüfung muss bereits mit dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung beantragt werden.

Prüfungsablauf Praxisprüfung

  • Zum Nachweis des sicheren Führens eines Sportfahrzeuges hat jeder Bewerber in der praktischen Prüfung die fünf verschiedenen, im Prüfungsprotokoll (Anlage 7) unter I verzeichneten Pflichtmanöver/Fähigkeiten sowie zwei von drei im Prüfungsprotokoll unter II genannten Sonstige Manöver/Fähigkeiten richtig auszuführen und mindestens sechs von sieben im Prüfungsprotokoll beschriebene verschiedene Knoten, die vom Prüfer ausgewählt werden, vorzuführen und deren Bedeutung zu erklären. Die Anweisung für die Durchführung der praktischen Prüfung (Anlage 7) ist hierbei zu beachten. Inhaber eines Sportbootführerscheins-Binnen mit Antriebsmaschine sind von den Sonstigen Manövern/Fähigkeiten und Knoten (Anlage 7 Nummer II und III) befreit.
  • Eine praktische Fahrprüfung zum Bodenseeschifferpatent wird anerkannt, wenn bescheinigt wurde, dass sie unter Bedingungen der Seeschifffahrtsstraße abgelegt wurde.

Weitere Informationen

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